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Emanuel Raabs Nachtland "In
der Nacht sind alle Katzen grau“ heißt es im Volksmund. Die
Fotografien der Serie Nachtland
von Emanuel Raab belehren uns eines Besseren: In ihnen leuchtet die
Nacht gelb, rot, grün, orange oder blau. Raab spürt dem künstlichen
Licht nach, das nachts aus leeren Fensterhöhlen dringt, Fassaden
animiert oder Fabrikhöfe und Parkplätze erhellt. Auf gleichsam
magische Art verwandeln sich dreidimensionale Bauten in
poetisch-abstrakte Farbkulissen, Tankstellen in geheimnisvolle Schauplätze
und Einfamilienhäuser in Orte der Unheimlichkeit. Die in artifizielles
Licht getauchten Landschaften sind zu Bildern gefrorene Augenblicke aus
Raum und Zeit. Es sind Bühnen, auf denen sich Bedrohung, Traum, Intimität,
filmische und poetische Erzählungen zu einem komplexen Gefüge
verdichten. Die Nacht erzählt die Gegebenheiten des Tages neu,
inszeniert mit dem dramatischen Potential des Geheimnisvollen, des
potentiell Möglichen. Das nächtliche Kunstlicht bringt eine
Emanuel Raab, 1957 in Bautzen geboren, studierte Fotografie und Film an der Fachhochschule für Gestaltung in Darmstadt und ist seit 1984 freischaffend. Zahlreiche Ausstellungen, Medienkunstprojekte, Publikationen. Viel Beachtung fand sein Projekt heimat.de. Seit 2001 Professur für Fotografie und Bildmedien an der Fachhochschule Bielefeld.
Die Kommunale Galerie im Leinwandhaus, Frankfurt am Main, stellt vom 25. Januar 2003 bis zum 30. März 2003 ebenfalls eine Auswahl aus der Serie Nachtland vor. Text © Kunsthalle Bielefeld
Künstlergespräch:
Am
2. April 2003 um 20 Uhr findet ein Künstlergespräch zwischen Emanuel
Raab Emanuel Raab Nachtland Studiengalerie
der Kunsthalle
Bielefeld 19. März - 11. Mai 2003
Weitere Informationen über Emanuel Raab: Galerie Arte Giani, Frankfurt/Main Verlag der Kunst, Dresden
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